Dietershan

Historisches über die Fuldaer Pfarrgemeinde

 (2.350 Katholiken)


Dietershan ( 500 )

ist ein nördlich gelegener, 1972 eingemeindeter Stadtteil außerhalb der Autobahntrasse unterhalb des Hummelskopfes (416 m über NN) und südwestlich von dem zu Petersberg gehörigen Marbach. Es liegt gerade noch im 4000 Schritte messenden Bereich der Karlmann-Schenkung von 744. Die Siedlung eines Ditericus bei Mushundus (= Wüstung in der Gemarkung von Dietershan) wurde 1167 urkundlich erwähnt in einer Zuwendung von Fürstabt Marquard I. an das neue Hospital in der Hinterburg Fulda. Als „Thiderichshagen“ (= Eingefriedetes Anwesen des Dietrich) wurde der Ort 1227 vom Propst von Johannesberg gekauft. Von großer Bedeutung in der Geschichte war die Waldwirtschaft im waldarmen Umfeld der Residenzstadt, was im Vergleich zu anderen Dörfern den Reichtum an Vermögen und Bevölkerung bewirkte ( - so bis zum 30-jährigen Krieg bereits über 600 Bewohner !). Bis 1802 gehörte Dietershan zur domkapitularischen Audienz Fulda (Zentgericht).


Kirchlich unterstand der Ort ursprünglich dem Stift Sankt Jakobus d.Ä. in Hünfeld und damit der Pfarrei Sankt Ägidius in Marbach. 1574 war hier eine Vikarie eingetragen. Eine Kapelle Sankt Jakobus d.Ä. und Sankt Anna wurde 1615 zerstört. Der Neubau der Kapelle von 1745 wurde erst 1764 zu Ehren der Hl. Anna benediziert und erinnert an die reichste Gebetsbruderschaft des barocken Fulda, in der der Fürstabt und Fürstbischof geborenes Mitglied war. Wertvolle Ausstattungsteile sind heute noch vorhanden. Südlich vom jetzigen Kirchturm positioniert, wurde sie 1796 erweitert und wich dem neugotischen Neubau von 1885 nach den Plänen des Paderborner Architekten Arnold Güldenpfennig. Die Konsekration erfolgte 1888 zu Ehren der Hl. Mutter Anna; die Seitenaltäre sind der Gottesmutter und dem Heiligen Sebastian geweiht. 


Der Neubau der Kirche geschah unter der Ägide der Pfarrei Marbach, auch mit großzügiger Unterstützung des damaligen Stelleninhabers, aber unter der Maßgabe, Liturgie und Seelsorge anderweitig zu organisieren. Dies geschah mit Hilfe der Benediktiner des Klosters und nach der Säkularisation durch die Dompfarrei mit dem hoch kompetenten, den ganzen Kirchenkreis neu organisierenden Dompfarrer und früheren Konventualen Isidor Schleichert (- so generelle Einführung neuer Kirchenbücher!). Mit der Begründung einer eigenen Pfarrseelsorge für Lehnerz wurde Dietershan deren Filialgemeinde unter Beibehaltung der autonomen Rechte und Pflichten einer Kirchengemeinde. Die große Zahl an „Verlobten Tagen“ sind geschichtlich und pastoral motiviert: Anna (26.07., Titularfest), Sebastian (20.01.), Magdalena (22.07.), Jakobus (25.07.) und Wendelinus (20.10., nach einer Viehseuche zum Dank eingeführt).                                 et




(Vgl.: Erwin Sturm, Die Bau- und Kunstdenkmale der Stadt Fulda, Fulda 1984 – Band 3, S. 939, 854, 841)




Pfarrgemeinde St. Elisabeth Lehnerz

mit Dietershan und Bernhards


Steinauer Str. 4

36039 Fulda

 




Tel.: 0661-65270

Fax: 0661-69777

 
 


© Katholische Kirche Fulda Lehnerz

 

Pfarrgemeinde St. Elisabeth Lehnerz

mit Dietershan und Bernhards 


Steinauer Str. 4

36039 Fulda




Tel.: 0661-65270

Fax: 0661-69777



© Katholische Kirche Fulda Lehnerz