Auszug aus der aktuellen Gottedienstordnung

„ Sepulkral–Kultur “

ist ein schwieriges Fremdwort und meint,
dass es rund um Sterben und Tod eine ganze
Menschheitsgeschichte lang Religionen
und Weltanschauungen gibt, die spezifische
und symbolische Traditionen und Riten des
Begräbnisses und der Grabstätte kennt. Ein
ganzes „Museum der Sepulkral-Kultur“ beschäftigt
sich mit diesem für die menschliche
Zivilisation und ihrem ethischen Stellenwert
so wichtigem Thema in Kassel – Am Weinberg.
Dabei ist eine entscheidende Frage, ob
nach dem unausweichlichen Sterben das
Weiterleben nach dem Tod, also die Ewigkeit
angenommen und bekannt wird.
Die heute zunehmende, nihilistische Annahme,
dass nach dem Tod der Mensch einem
Nichts verfällt, führt seit geraumer Zeit zu einer
rituellen Aushöhlung von Totenkult und
Begräbnis. Abgesehen von den Wohnwelten
der Pyramiden und Felsengräber, dem Nirwana,
den Ewigen Jagdgründen, der vielartigen
Wiedergeburten, ... hat das frühe
Christentum im Gegensatz zu der griechischrömischen
Einäscherung die Bestattung des
sterblichen Leibes und das Pascha der leibhaftigen
Geist-Seele in den Himmel mit dem
Bild der Bettung des Körpers in Katakomben
oder Nekropolen dargestellt sowie das eucharistische
Mahl mit der Mess-Intention für
den Verstorbenen verbunden. Zweifelsohne
hat solche Perspektive und Praxis zu dem
deutschen Friedhofsrecht mit extremen Gräbernormen
und Liegezeiten geführt, das
dringend entrümpelt gehört. Die so zahlreiche
Urnenbestattung wird der spezifisch
christlichen Sepulkral-Kultur nicht gerecht,
die als eine Seite der Münze zu der „Ars Moriendi“,
der „Kunst zu sterben“, ideell und
sakramental gehört. et




Pfarrgemeinde St. Elisabeth Lehnerz

mit Dietershan und Bernhards


Steinauer Str. 4

36039 Fulda

 




Tel.: 0661-65270

Fax: 0661-69777

 
 


© Katholische Kirche Fulda Lehnerz

 

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