Essay Sammlung 2019

Sammlung & Archiv 2020

 

Aschenkreuz

In der Liturgie der Priesterweihe spricht bei der Überreichung der Hostienschale als einem ausdeutenden Ritus der Bischof zu dem Neugeweihten den inhaltsschweren Satz: „Bedenke, was du tust, ahme nach, was du vollziehst, und stelle dein Leben unter das Geheimnis des Kreuzes!“ Dieses Alleinstellungsmerkmal des Presbyteros lässt ihn ein Leben lang nicht mehr los, von der Seite Jesu zu weichen, um so seinen spezifischen Weg zum Himmel zu gehen, was in der griechischen Sprache des Neuen Testaments „zöli–batein“ heißt. Ähnlich den anderen Sakramenten versteht die Katholische Kirche darunter eine Umschaffung, eine Per- und Transformation der Existenz und Wirklichkeit hin zum Gotteskind und Christen, zu Leib und Blut Christi, zu Ehemann und Ehefrau, zum Priester in der Person Christi. 

 

Sternen-Himmel

In den ersten Wochen eines Kalenderjahres mit seinem winterlichen Firmament ist die Beobachtung der Sterne mit ihren unendlichen Weiten besonders schön. Gerade auf der nördlichen Halbkugel unseres Planeten Erde sind dann deren Konstellationen und Konjunktionen von großem Reiz. Wer sich astronomisch etwas auskennt, wird dann über die Schönheit der jeweiligen Sternbilder ins Schwärmen geraten. Diese ewigen Dimensionen des Universums – gemessen in Tausenden und viel mehr Lichtjahren – kann kein menschliches Flugzeug erreichen. 

 

Riesengroße Freude!

 „Gaudium magnum“ bewirkt die Botschaft des Verkündigungsengels an die Schar der Hirten auf den Feldern vor Bethlehem, was Eingang in die Formel gefunden hat, wenn ein neu gewählter Papst vom Balkon des römischen Petersdoms vom zuständigen Kardinaldekan ausgelobt wird. Diese Information wird von Lukas 2,10 mit dem Zeitwort „Evangelisieren“ begriffen, was nicht nur eine Gute Nachricht beinhaltet, sondern was auch die missionarische Komponente der Frohen Botschaft umfasst, der Weitergabe des Glaubensbekenntnisses an die Hirten: „Heute ist euch der Retter geboren – Christus, der Herr, in der Stadt Davids!“ 

 

Ganz im Zeichen der Gans!

In seinem Gedichtbüchlein: „Wo nimmt man jetzt das Lachen her?“ – entstanden in Nazi- und Kriegszeiten und erst erschienen in 1966 – schreibt der ermländische Priester Otto Miller + über den Gänsebraten: „In der Zeit der feuchten Winde,/ wenn der Sturm das Haus umlärmt / und der Ofen sanft und milde / uns den breiten Rücken wärmt ..: /Da erscheinet auf dem Tische,/ schön wie Venus aus dem Schaum,/ prangend prall in prächtger Frische / der gebratene Sehnsuchtstraum./ Auf dem sanften Pfarrgesichte / schimmert feucht der Freude Glanz,/ es versinkt die Weltgeschichte,/ und es dominiert die Gans!“ 




Pfarrgemeinde St. Elisabeth Lehnerz

mit Dietershan und Bernhards


Steinauer Str. 4

36039 Fulda

 




Tel.: 0661-65270

Fax: 0661-69777

 
 


© Katholische Kirche Fulda Lehnerz

 

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