Auszug aus der aktuellen Gottesdienstordnung 2020

Aschenkreuz

In der Liturgie der Priesterweihe spricht bei der Überreichung der Hostienschale als einem ausdeutenden Ritus der Bischof zu dem Neugeweihten den inhaltsschweren Satz: „Bedenke, was du tust, ahme nach, was du vollziehst, und stelle dein Leben unter das Geheimnis des Kreuzes!“ Dieses Alleinstellungsmerkmal des Presbyteros lässt ihn ein Leben lang nicht mehr los, von der Seite Jesu zu weichen, um so seinen spezifischen Weg zum Himmel zu gehen, was in der griechischen Sprache des Neuen Testaments „zöli–batein“ heißt. Ähnlich den anderen Sakramenten versteht die Katholische Kirche darunter eine Umschaffung, eine Per- und Transformation der Existenz und Wirklichkeit hin zum Gotteskind und Christen, zu Leib und Blut Christi, zu Ehemann und Ehefrau, zum Priester in der Person Christi. Das heute so gemiedene Sakrament der Buße als Heilszeichen der Rekonziliation, der Wiederversöhnung und Rückgewinnung der Taufwirklichkeit, stellt den Höhepunkt der vierzigtägigen Fastenzeit dar, um mittels Gebet und Andacht, mit Werken der Nächstenliebe und in der sakramentalen Beichte der zeitlichen und räumlichen Begrenztheit des Menschen innezuwerden und Gottes Verheißung von Auferstehung und ewigem Leben neu zu erwirken: „Mensch, bedenke: Du bist Staub und zum Staub kehrst du zurück! Bekehre dich und glaube das Evangelium!“ Diese religiöse Wirklichkeit ist ontologischer Natur; sie betrifft das Sein des Christenmenschen und geht weit über das Funktionieren eines Apparates und Roboters hinaus. Das Aschenkreuz zum Beginn der österlichen Bußzeit erinnert daran, immer mehr zu werden, was wir sind!    

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Pfarrgemeinde St. Elisabeth Lehnerz

mit Dietershan und Bernhards


Steinauer Str. 4

36039 Fulda

 




Tel.: 0661-65270

Fax: 0661-69777

 
 


© Katholische Kirche Fulda Lehnerz

 

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