Liebe Schwestern und Brüder,

die Kar- und Ostertage in diesem Jahr 2020

sind so ganz anders als sonst. Wir können zur Feier der Gottesdienste nicht als Gemeinde zusammenkommen. Viele Menschen erleben es als schmerzhaft, sie vermissen die gewohnten Formen der Liturgie. Wir sind darauf angewiesen, zuhause im Kreis der Familie oder alleine die Kar- und Ostertage im Gebet mitzuvollziehen. Bei allen Einschränkungen, die uns dieses Virus auferlegt, ich sehe darin auch eine Chance, den Wert der vertrauten Gottesdienste in den Kirchen und in Gemeinschaft mit den Schwestern und Brüdern neu wertzuschätzen. Aber auch jetzt in dieser Krisenphase ist der Herr da! Er wird uns durch diese Zeit geleiten, und er weiß auch um das Warum und das Wie lange. Ich habe in diesen Tagen ein schönes Wort von Winfried Kretschmann gelesen: „Das Beten wird nicht eingeschränkt, sondern es wird nur das Beten in Gemeinschaft eingeschränkt. Aber der liebe Gott weiß ja auch, dass wir jetzt in einer Krise sind.“     

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Liebe Pfarreimitglieder

und Gottesdienstbesucher!

In meiner 38-jährigen Berufslaufbahn lege ich heute den merkwürdigsten Pfarrbrief vor - mit einer Gottesdienstordnung in absoluter Kurzfassung! Wegen des grassierenden Corona-Virus sind im Bistum Fulda seit 14. März und bis 19. April alle Öffentlichen Gottesdienste abgesagt. Deshalb entfallen auch in unserer Pfarrei die Hl. Messen in den Filialkirchen Bernhards und Dietershan. In der zentralen Pfarrkirche St. Elisabeth in Lehnerz werden die kursiv abgedruckten Gottesdienste von mir zelebriert, um das liturgische Leben gerade zum Höhepunkt des Kirchenjahres, der Kar- und Osterliturgie, nicht absterben zu lassen! So bitte ich zu diesen Terminen, auf die auch das Glockengeläut aufmerksam macht, um die „Geistliche Kommunion“ beim Gebet der „Hauskirchen“ in den privaten vier Wänden! Diese Zeit des Fastens und der Abstinenz, der persönlichen und gemeinschaftlichen Prüfung im spirituellen Sinn, führt für jeden einzelnen und für alle heilsam zu mehr Beherrschung, Solidarität und Nächstenliebe in Alltag und Feiertag! Gott helfe uns!! Frohe und Gesegnete Ostern!   


Ihr Pfarrer Günter Etzel

 
 

Jesu Dornenkrone

Der zum Katholizismus konvertierte und spätere Kardinal John Henry Newman (+1890) hat in seinem Buch „Über das Mysterium der Dreieinigkeit und der Menschwerdung Gottes“ auch eine tief reichende Betrachtung über die Wirklichkeit des Kreuzes geschrieben. Dass christliches Denken und Tun ähnlich jedem Gebet mit dem Kreuzzeichen beginnt, dass das Kreuz die Mitte der Religion ist, dass Jesu Königskrone aus Dornen gewunden ist, stellt menschliches Leiden und Opfer in einen ganz anderen Kontext: Die Corona Christi lässt uns Menschen allgemein an die Seite der Kranken und ihrer Helfer treten, uns mit denen in Not, Angst und Sorge Lebenden solidarisieren. Weiterlesen... :                           


 



Quelle: Vatican News

 

Papst Franziskus

PRAY FOR THE WORLD


ruft per Video Gläubige aller Religionen zum Gebet angesichts der Corona-Pandemie auf. „Beten wir gemeinsam für die Kranken, die Leidenden“, heißt es in dem einminütigen Beitrag. 


 
 
 
 
 
 
Ob jemand „sauber“ ist, ist mehrdeutig zu beantworten. Wie dabei das Äußere bei Körper und Kleidung frisch gewaschen erscheint, beflügelt Alltag und Feiertag. In Zeiten des Corona-Virus ist die Desinfektion existenziell notwendig, um die virale Ansteckung mittels des Kontaktes der verschmutzten Hände mit den Schleimhäuten von Mund, Nase und Augen zu verhindern. Auch im psychischen und sozialen Sinn ist Sauberkeit ein symbolisches Bild für die Wahrhaftigkeit, Vertrauenswürdigkeit und Offenheit eines Mitmenschen. Schon im Judentum, aber auch in anderen Weltreligionen spielt diese Reinheit in einem Katalog von eigenen Vorschriften und Geboten eine große Rolle und entscheidet darüber, wie nah man sich Gott und in der Beziehung zueinander fühlen darf. Im Sakrament der Taufe kommen im Christentum mit dem Übergießen des Katechumenen durch Wasser dieses Abwaschen der Erbsünde und das Herstellen der Reinen Selle sinnenfällig zum Ausdruck und begründen mit dem Ablegen des Bekenntnisses zur Trinität die Gotteskindschaft des Gläubigen.
 
Jesu Dornenkrone Der zum Katholizismus konvertierte und spätere Kardinal John Henry Newman (+1890) hat in seinem Buch „Über das Mysterium der Dreieinigkeit und der Menschwerdung Gottes“ auch eine tief reichende Betrachtung über die Wirklichkeit des Kreuzes geschrieben. Dass christliches Denken und Tun ähnlich jedem Gebet mit dem Kreuzzeichen beginnt, dass das Kreuz die Mitte der Religion ist, dass Jesu Königskrone aus Dornen gewunden ist, stellt menschliches Leiden und Opfer in einen ganz anderen Kontext: Die Corona Christi lässt uns Menschen allgemein an die Seite der Kranken und ihrer Helfer treten, uns mit denen in Not, Angst und Sorge Lebenden solidarisieren. Nicht der Druck auf das Gaspedal, Vergnügungssucht, die Vermehrung von Reichtum und Macht, sondern das Eingeständnis und die Sehnsucht, frei und ohne Zwänge, nur einfach gesund leben und miteinander das Leben teilen zu können, lehrt uns der Ausnahme-Zustand dieser von dem CoronaVirus diktierten Tage, Wochen, Monate, ..!? Ohne Karfreitag und Karsamstag kann es nach christlichem Glauben keinen Ostermorgen geben. Die Kreuzesnachfolge ist der Auftakt der Seligpreisungen. Die bewusst von Jesus angenommene Dornenkrone und Erhöhung am Kreuz macht die Auferstehung des Gottessohnes möglich. Es ist dann der Auferstandene mit seinen Fünf Wunden der uns den Ostergruß wünscht: “Friede sei mit euch! Empfangt den Heiligen Geist!“ Die vielen Wenn’s dieser Welt christlich zu konditionieren, mahnt uns das Lied 474 im Gotteslob und verheißt: „Jesus Christ, Feuer das die Nacht erhellt, Jesus Christ, du erneuerst unsere Welt! et
 
In der Liturgie der Priesterweihe spricht bei der Überreichung der Hostienschale als einem ausdeutenden Ritus der Bischof zu dem Neugeweihten den inhaltsschweren Satz: „Bedenke, was du tust, ahme nach, was du vollziehst, und stelle dein Leben unter das Geheimnis des Kreuzes!“ Dieses Alleinstellungsmerkmal des Presbyteros lässt ihn ein Leben lang nicht mehr los, von der Seite Jesu zu weichen, um so seinen spezifischen Weg zum Himmel zu gehen, was in der griechischen Sprache des Neuen Testaments „zöli–batein“ heißt.
Reinheitsgebote
Ob jemand „sauber“ ist, ist mehrdeutig zu beantworten. Wie dabei das Äußere bei Körper und Kleidung frisch gewaschen erscheint, beflügelt Alltag und Feiertag. In Zeiten des Corona-Virus ist die Desinfektion existenziell notwendig, um die virale Ansteckung mittels des Kontaktes der verschmutzten Hände mit den Schleimhäuten von Mund, Nase und Augen zu verhindern. Auch im psychischen und sozialen Sinn ist Sauberkeit ein symbolisches Bild für die Wahrhaftigkeit, Vertrauenswürdigkeit und Offenheit eines Mitmenschen. Schon im Judentum, aber auch in anderen Weltreligionen spielt diese Reinheit in einem Katalog von eigenen Vorschriften und Geboten eine große Rolle und entscheidet darüber, wie nah man sich Gott und in der Beziehung zueinander fühlen darf. Im Sakrament der Taufe kommen im Christentum mit dem Übergießen des Katechumenen durch Wasser dieses Abwaschen der Erbsünde und das Herstellen der Reinen Selle sinnenfällig zum Ausdruck und begründen mit dem Ablegen des Bekenntnisses zur Trinität die Gotteskindschaft des Gläubigen.
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Dornenkrone
Jesu Dornenkrone Der zum Katholizismus konvertierte und spätere Kardinal John Henry Newman (+1890) hat in seinem Buch „Über das Mysterium der Dreieinigkeit und der Menschwerdung Gottes“ auch eine tief reichende Betrachtung über die Wirklichkeit des Kreuzes geschrieben. Dass christliches Denken und Tun ähnlich jedem Gebet mit dem Kreuzzeichen beginnt, dass das Kreuz die Mitte der Religion ist, dass Jesu Königskrone aus Dornen gewunden ist, stellt menschliches Leiden und Opfer in einen ganz anderen Kontext: Die Corona Christi lässt uns Menschen allgemein an die Seite der Kranken und ihrer Helfer treten, uns mit denen in Not, Angst und Sorge Lebenden solidarisieren. Nicht der Druck auf das Gaspedal, Vergnügungssucht, die Vermehrung von Reichtum und Macht, sondern das Eingeständnis und die Sehnsucht, frei und ohne Zwänge, nur einfach gesund leben und miteinander das Leben teilen zu können, lehrt uns der Ausnahme-Zustand dieser von dem CoronaVirus diktierten Tage, Wochen, Monate, ..!? Ohne Karfreitag und Karsamstag kann es nach christlichem Glauben keinen Ostermorgen geben. Die Kreuzesnachfolge ist der Auftakt der Seligpreisungen. Die bewusst von Jesus angenommene Dornenkrone und Erhöhung am Kreuz macht die Auferstehung des Gottessohnes möglich. Es ist dann der Auferstandene mit seinen Fünf Wunden der uns den Ostergruß wünscht: “Friede sei mit euch! Empfangt den Heiligen Geist!“ Die vielen Wenn’s dieser Welt christlich zu konditionieren, mahnt uns das Lied 474 im Gotteslob und verheißt: „Jesus Christ, Feuer das die Nacht erhellt, Jesus Christ, du erneuerst unsere Welt! et
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Aschenkreuz
In der Liturgie der Priesterweihe spricht bei der Überreichung der Hostienschale als einem ausdeutenden Ritus der Bischof zu dem Neugeweihten den inhaltsschweren Satz: „Bedenke, was du tust, ahme nach, was du vollziehst, und stelle dein Leben unter das Geheimnis des Kreuzes!“ Dieses Alleinstellungsmerkmal des Presbyteros lässt ihn ein Leben lang nicht mehr los, von der Seite Jesu zu weichen, um so seinen spezifischen Weg zum Himmel zu gehen, was in der griechischen Sprache des Neuen Testaments „zöli–batein“ heißt.
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Pfarrgemeinde St. Elisabeth Lehnerz

mit Dietershan und Bernhards


Steinauer Str. 4

36039 Fulda

 




Tel.: 0661-65270

Fax: 0661-69777

 
 


© Katholische Kirche Fulda Lehnerz

 

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