Liebe Pfarreimitglieder

und Gottesdienstbesucher!

Anti-Corona-Hinweise zum Kirchbesuch


Der 1,5m-Abstand ist im Umkreis einzuhalten zu+in+aus der Kirche; Familien können sich zusammensetzen. – Für die Dokumentation der Kontaktdaten liegen Listen und
Formulare aus. – Bei infektiöser Erkrankung: Kein Kirchbesuch! – Keine Ausleihe der gemeindlichen Gesangbücher wegen Infektionsgefahr. – Kein normaler Gemeindegesang
möglich!


Infos auf dem Pfarrbüro: Wir haben geschlossen vom 12. – 16.10.2020

 
+++ Messe bestellen? Persönlich im Pfarrbüro oder mittels Formularen, die in unseren Kirchen ausliegen! +++

Nicht aus dem Herbst wegzudenken ist das Erntedankfest, das jedes Jahr Anfang Oktober gefeiert wird. Erntedank im Kindergarten ist für die Kleinen und Großen immer ein besonderes Erlebnis. Am ersten Sonntag im Oktober wird überall in unseren drei Kirchen das Erntedankfest gefeiert. Allerdings geht es beim Erntedank im Kindergarten nicht ausschließlich um die christliche Komponente. Das Fest wird auch genutzt, um den Krippenkindern bis hin zu den Vorschulkindern die Natur, das Pflanzenwachstum und die gesunde Ernährung näherzubringen. Erntedank im Kindergarten ist ein willkommener Anlass, um mit den Kindern gemeinsam zu erarbeiten und ganzheitlich zu erleben, wo Lebensmittel eigentlich herkommen und wie kostbar sie sind. Da Kinder eine große Faszination für die Natur und alle großen und kleinen Lebewesen vom Käfer bis zum Reh mitbringen, ist die Herbstzeit und das Erntedankefst im Kindergarten ein toller Moment für kleine Projekte, Spiele, religionspädagogische Einheiten oder Basteleien, die den Kindern Riesenspaß machen. Da coronabedingt derzeit leider kein Elternteil die KiTa betreten darf und dementsprechend auch unsere Gruppenpinwände niemand einsehen kann, möchten wir auf diesem Wege einige fotografische Einblicke davon mit Ihnen teilen. Wir wünschen allen Familien und Pfarreimitgliedern eine farbenfrohe Herbstzeit.

Ihr / Euer Team der Kita Pusteblume

 
 
 
Pfarrbrief Pfarrei St. Elisabeth

Allerheiligen !

"Auszug aus der aktuellen Gottesdienstordnung "


Bei dem Neubau von Sankt Peter in Rom, der kolossalsten Kirche der Christenheit, hat, in der Folge auf die Architekten Michelangelo Buonarotti mit dem Kuppelbau und Carlo Maderno mit dem Langhaus, Pietro Bernini mit seinen viergliedrigen Kolonnaden den Akzent für den Petersplatz gesetzt. Dort, wo sich 200.000 Menschen versammeln können, sind diese umgeben von einer großen Schar von Heiligen mit ihrer spezifischen Lebensgeschichte und Vorbildfunktion.

 
 
Neues aus dem Kindergarten

"St. Martin - Elternrbief"

"Kein typischer Laternenumzug, aber ... "


Nach der Hygieneverordnung des Bistums dürfen keine Prozessionen stattfinden und nach der Verordnung des Hessischen Ministeriums keine großen Versammlungen, deshalb hat der Träger beschlossen, den diesjährigen St. Martins Umzug abzusagen. Den Kindern möchten wir trotzdem eine schöne Feier bieten. Wir werden mit den Kindern am Vormittag, den 12.11.2020 in die Kirche zur Andacht gehen und eine kleine Aufführung durch die „Großen“ vorführen. Im Anschluss wird der Pfarrer das Licht ausschalten und die Kinder können mit ihren Laternen durch die Kirche ziehen. In der Kita werden die leckeren „Hufeisen“ aus Ölquarkteig im Sinne von St. Martin zum Teilen warten.

 
 
Spendenaufruf

Missio-Kollekte einmal anders !

 „Jedes Kind hat Anspruch darauf, etwas lernen zu dürfen. Der Zugang zu Bildung ist ein Menschenrecht.“ Bischof Stephen Mamza


Am Weltmissionssonntag, 25. Oktober, ist wegen Corona eine „normale“ Kollekte nicht möglich: Daher Spendentütchen in Sakristei oder Briefkasten des Pfarrhauses geben oder überweisen auf das Spendenkonto Missio – Aachen, Pax-Bank: DE23 3706 0193 0000 1221 22 !

 

Erntedankaltäre in den Kirchen in Lehnerz, Bernhards und Dietershan

Einmal im Jahr finden die reichen Gaben der Natur ihren Weg in die christlichen Kirchen. Der Altar ist dann mit farbenfrohen Arrangements an Äpfeln, Kürbissen und Brot geschmückt. Aber warum? Zucchini und Äpfel, Getreide und Kürbisse, Sonnenblumen und Trauben – einmal im Jahr finden die reichen Gaben der Natur ihren Weg in die christlichen Kirchen. Der Altar ist dann mit prächtigen, farbenfrohen Arrangements geschmückt, die Menschen bringen Obst und Gemüse  in die Gotteshäuser. Am ersten Sonntag im Oktober feiern die deutschen katholischen Gemeinden das Erntedankfest. So auch in unserer Pfarrei St. Elisabeth. Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Pfarreimitgliedern, die für die Organistaion und den farbenfrohen Aufbau der drei Altäre in unserer Pfarrei sich gekümmert haben.

 
 
 

Allerheiligen und Allerseelen

Was feiern wir an den beiden Tagen?

Allerheiligen und Allerseelen feiern mit der Familie


Am 1. November gedenken wir der Heiligen und der persölich erlebten Vorbilder.

Jeder Mensch hat seinen eigenen Platz in der Familie und im Leben geschenkt bekommen. Diesen Platz anzunehmen und den eigenen Weg zu gehen, die eigene Berufung zu leben, ist gar nicht so einfach! Das Fest Allerheiligen führt uns eine Schar toller Menschen und deren Lebensgeschichte vor Augen und sagt uns: Auch du gehörst zu uns!


Allerseelen, am 2. November führt zur Begegnung mit den Verstorbenen unserer Familien, die über den Tod hinaus zu uns gehören. Beide Feste helfen uns, Verantwortung für unser Leben zu übernehmen - und unseren eigenen Weg mit Gottes Hilfe zu gehen!


Allerheiligen und Allerseelen für Kinder erklärt:

 
 
 
Bei dem Neubau von Sankt Peter in Rom, der kolossalsten Kirche der Christenheit, hat, in der Folge auf die Architekten Michelangelo Buonarotti mit dem Kuppelbau und Carlo Maderno mit dem Langhaus, Pietro Bernini mit seinen viergliedrigen Kolonnaden den Akzent für den Petersplatz gesetzt. Dort, wo sich 200.000 Menschen versammeln können, sind diese umgeben von einer großen Schar von Heiligen mit ihrer spezifischen Lebensgeschichte und Vorbildfunktion. Diese 144 Figuren sind in den letzten Jahren auf Veranlassung des bereits „Santo-Subito“ Papstes Johannes Pauls II. (1978 – 2005) ergänzt worden in den noch bisher zahlreich leeren Nischen der Außen-Fassaden von San Pietro in Vaticano durch monumentale Statuen zeitgenössischer Glaubenszeugen, Männer und Frauen der jüngeren Kirchengeschichte, die als Märtyrer oder Bekenner in allen Kon-tinenten der Welt ihr Christsein mit Wort und Tat zum Ausdruck gebracht haben.
 
Es ist Jesus selbst, der mit seiner bildhaften Verkündigung der Frohen Botschaft von der Herrschaft Gottes, den Vergleich von sich und seiner Jüngerschaft zur Frucht des Weines herstellt: „Ich bin der wahre Weinstock, ihr seid die Reben!“ (Joh 15) Dabei geht es nicht nur um das Wachstum, sondern auch um die tiefe Verwurzelung (bis 30 Meter!); um die organische Zusammengehörigkeit der Pflanze; um ihre reiche Frucht im Bild der Trauben und um deren Kelterung zur Gewinnung und Reifung des Weines. Dessen erste Verkostung gibt endgültig Auskunft über dessen Qualität gemessen in Alkoholgrad, Zuckergehalt, Säure und Aromastoffen der jeweiligen Weinsorten und ihrer Lagen. Grundlegend für die Güte der bei der Wein-ernte eingebrachten Frucht sind äußerlicher Natur: Gab es zur rechten Zeit genügend Re-gen? Hat wärmender Sonnenschein die Trauben verwöhnt? Hat vor und zur Erntezeit trockenes Klima vorgeherrscht, so dass keine Fäulnis zu befürchten ist? Hat der „Sturm“ im Weinfass sich rechtzeitig gelegt, und eine natürliche Gärung den Traubensaft zum alkoholhaltigen Wein geklärt? „Ich will, dass ihr Frucht bringt, und dass eure Frucht bleibt!“ – mahnt bei seinen Abschiedsreden im Abendmahlsaal Jesus seine Jünger und über sie uns Christen alle, bevor er sein Vermächtnis im Zeichen des Weines zum Gedächtnis feiert: „Das ist mein Blut, das für euch und für alle vergossen wird zur Vergebung der Sünden!“ In den Wochen der Wein-Ernte wird der Gedanke des Gebetes zur Gabenbereitung deutlich, dass wir es mit der Frucht des Weinstocks und der menschlichen Arbeit zu tun haben, damit der Kelch des Heils zur Quelle ewEs ist Jesus selbst, der mit seiner bildhaften Verkündigung der Frohen Botschaft von der Herrschaft Gottes, den Vergleich von sich und seiner Jüngerschaft zur Frucht des Weines herstellt: „Ich bin der wahre Weinstock, ihr seid die Reben!“ (Joh 15) Dabei geht es nicht nur um das Wachstum, sondern auch um die tiefe Verwurzelung (bis 30 Meter!); um die organische Zusammengehörigkeit der Pflanze; um ihre reiche Frucht im Bild der Trauben und um deren Kelterung zur Gewinnung und Reifung des Weines. Dessen erste Verkostung gibt endgültig Auskunft über dessen Qualität gemessen in Alkoholgrad, Zuckergehalt, Säure und Aromastoffen der jeweiligen Weinsorten und ihrer Lagen. Grundlegend für die Güte der bei der Wein-ernte eingebrachten Frucht sind äußerlicher Natur: Gab es zur rechten Zeit genügend Re-gen? Hat wärmender Sonnenschein die Trauben verwöhnt? Hat vor und zur Erntezeit trockenes Klima vorgeherrscht, so dass keine Fäulnis zu befürchten ist? Hat der „Sturm“ im Weinfass sich rechtzeitig gelegt, und eine natürliche Gärung den Traubensaft zum alkoholhaltigen Wein geklärt? „Ich will, dass ihr Frucht bringt, und dass eure Frucht bleibt!“ – mahnt bei seinen Abschiedsreden im Abendmahlsaal Jesus seine Jünger und über sie uns Christen alle, bevor er sein Vermächtnis im Zeichen des Weines zum Gedächtnis feiert: „Das ist mein Blut, das für euch und für alle vergossen wird zur Vergebung der Sünden!“ In den Wochen der Wein-Ernte wird der Gedanke des Gebetes zur Gabenbereitung deutlich, dass wir es mit der Frucht des Weinstocks und der menschlichen Arbeit zu tun haben, damit der Kelch des Heils zur Quelle ewiger Freude wird! iger Freude wird!
 
- ist eine beherrschende Vokabel in Corona-Zeiten geworden und heißt konkret, sich 1,50 Meter vom anderen entfernt zu halten. Diese sprichwörtlich gesunde Distanz zu wahren, ist auch bei anderen Lebenslagen und Verhaltensweisen nötig: Im Straßenver-kehr nicht zu nah aufzufahren und den Bremsweg einhalten zu können; die Vertrau-lichkeit am Bankschalter für den Kunden, der vor einem bedient wird, herzustellen; die „Vorsicht vor dem bissigen Hund“ zu prakti-zieren u.a. mehr, lässt ungesunde Nähe ge-fährlich und riskant erscheinen. Im mentalen und psychischen Sinn ist der Mindestab-stand zu begreifen als notwendige Diskreti-on gegenüber Personen und Sachverhalten, wo „Reden Silber und Schweigen Gold“ dar-stellt. Die Verschwiegenheit in wichtigen Ge-schäften und Plänen lässt Abstand nehmen von einer kontraproduktiven Publizität und Zurschaustellung. Auch für die seelische Ge-sundheit ist solcher Abstand so wichtig: Dass man nicht alles 100%-ig nimmt und die Gelassenheit des „Weniger ist Mehr“ im Ig-natianischen Geist der Indifferenz übt! Dass Total-Identifizierung selten gut getan hat, und man den Vergleich nicht scheut! Dass ein gesundes Schamgefühl einer Beziehung und Partnerschaft eher hilft als eine zu frühe und ungehemmte Intimität! – Solche Einsicht ist natürlich nicht mit nur 1,50 Meter vonei-nander Wegbleiben getan. Gerade auch beim christlichen Gebot der Nächsten-Liebe bedarf es der inneren und geistigen Distanz, um Kontrollverlust und Oberflächlichkeit zu ver-meiden oder sich nicht aus der persönlichen Betroffenheit und Aktivität zu verabschie-den: Entscheidend für die Produktivität und Solidarität jedes einzelnen! et
 
„An Peter und Paul, da wird dem Korn die Wurzel faul!“ Mit ausgerechnet dem Abster-ben und damit dem Ende von Vitalität be-ginnt auf den Äckern und in den Gärten bei den Pflanzen der Prozess des Reifens und Fruchttragens. Die Getreidefelder erstrahlen in Sonnengelb. Die Hülsenfrüchte präsentie-ren sich prall. Kraut, Rüben und Bohnen wetteifern um ihre runde Frucht. Obst und Beeren lassen Bäume und Sträucher schwer tragen. Die sommerliche Zeit der Ernte bricht an und verlangt von Landwirten, Winzern und Gärtnern viel Zeit und Mühe. Gerade in diesem Corona-Jahr wird uns Menschen einmal wieder bewusst, dass solches Reifen nicht selbstverständlich ist. Es braucht nicht nur die klimatischen, atmosphärischen und organisatorischen Bedingungen, damit keine Schädigung im Ertrag eintritt. Es bedarf der Einsicht, dass diese unsere konkrete Le-benswelt mit ihren Organismen und Abläu-fen ein riesiges Mysterium einer Schöp-fungswelt darstellt, die durch virale Infektio-nen und unnatürliche Störungen sehr schnell aus dem Lot geraten kann. Was für die Agrarwirtschaft gilt, das gilt auch für den Kosmos persönlicher und ge-sellschaftlicher Wirklichkeit. Wie sieht es mit dem Reifen in den verschiedenen Lebens-phasen und Generationen aus?! Wird und ist jemand fruchtbar in seiner ganz konkreten Lebens- und Arbeitswelt? Oder entwickelt er sich zunehmend zum Störfaktor gegenüber seinen Mitmenschen? Ist da jemand ein Gut-bürger oder Wutbürger – als Querulant und Denunziant?! Reif für die Ernte werden, bedeutet aber auch einzusehen, dass das Vorwärts des Gemeinwohls nur durch ein Rückwärts des eigenen Ich gelingt! et
 
Gerade in südlichen Ländern erkennt der Besucher einer Ortschaft nicht nur an der Schönheit, sondern gerade auch an der Größe eines Gotteshauses, wie wichtig den Einwohnern ihre Kirche ist. In Corona-Zeiten ist ein solch geweitetes Volumen an Fläche und Höhe des Raumes von Segen, um den Regelabstand von 1,5m einhalten und so als Gemeinde die Heilige Liturgie feiern zu können. Dabei wird den Menschen und Christen, die dort daheim sind, sehr deutlich, dass sie hier ihre Wohn- und Arbeitswelt haben und zugleich noch mehr ihr religiöses Zuhause mit der Kirche vor Ort besitzen. Dass sie mit ihrem Pastor und Seelsorger Gottesdienst in diesem von ihnen errichteten und gestalteten Sakralraum feiern und die einzelnen Lebensstationen zelebrieren kön-nen, ist für die Definition von Identität und Lebensgefühl von nachhaltiger Bedeutung. Der Rückzug der Kirche vor Ort ist daher unbedingt zu verhindern. Gerade in der aktuellen Erfahrung von Fragen, Sorgen, Stimmun-gen und Bewertungen von existenzieller Natur, steht die junge Generation mit ihren Perspektiven und Anliegen vor dem Horizont einer neuen Epoche, die die der Moderne des Größer, Weiter, Mehr und Schneller ablöst und angesichts der zukünftigen Restriktionen wieder nach mehr Spiritualität ruft. Die Rückkehr zu einer Mentalität, als Menschen alles im Griff zu haben, wird für ein sinner-fülltes Leben, keine Option darstellen. In dieser Stunde der Kirche vor Ort entschei-den sich auch Geistliche Berufungen, um sich von Christus an die Hand nehmen zu lassen und sich dem göttlichen Geist zu öffnen. Den Anspruch der Erlösung von Sünde und Tod zum eigenen Lebensmotiv zu ma-chen und für die Menschen da zu sein, ist echte Christusnachfolge! et
 
Der Flugverkehr ist in Corona-Zeiten, was die Passagiertransfers angeht, auf 1% des noch vor einem Vierteljahr üblichen Kontingents abgesunken, so dass man den vereinzelt am Himmel kreuzenden Flugzeugen wieder nachblickt und sich neugierig nach deren Start- und Zielorten fragt. Deren Flugroute zu planen, zu berechnen und frei zu geben, ist ein kompliziertes Geschäft zwischen dem Tower-Personal an den Flughäfen, den Radarstationen der verschiedenen Nationen und Regionen und den Piloten der Flugzeuge selbst. Da sind spezifisch Wetterbedingungen, Position, Höhe, Geschwindigkeit, Flugzeit, Kerosinverbrauch, voraussichtliche Ankunft und Wartung am Zielort sowie vieles andere mehr zu berücksichtigen und kontrolliert umzusetzen. Die Flugroute ist in diesen Krisenzeiten ein nachhaltiges Symbol der Verantwortlichen in Staat, Wirtschaft, Gesellschaft, Gesundheitswesen und auch Kirche, wo man oftmals nicht genau weiß, wohin die Reise geht, und wo man alles daran setzt, den Absturz zu verhindern. Da wird das Miteinander der verschiedenen Administrationen und Institutionen wichtiger; deren intensive Kommunikation ist entscheidend für die Flugdaten, um die anvertrauten Passagiere sicher landen zu können. Für uns Christen bedeutet dieses Unterfangen auch eine sog. „Communicatio in sacris“, ein Austausch mittels der Sakramente. Denn wir sollten nie außer Acht lassen, dass wir Menschen – bei allen Erfolgen und Nöten, bei aller Freud und allem Leid – eine ewige Berufung haben und unser eigentliches Ziel himmelweit ist. Darauf unser seelisches Radar einzurichten, ist in diesen schwierigen Zeiten ein Kompass, der uns aus einer Welt der Angst befreit. et
 
Die weltweite Ohnmacht gegenüber der Corona-Pandemie führt zu nachhaltigen Eingriffen in die Freiheitsrechte der Menschen. Das Fehlen von Impfstoffen zur Prävention und von Medikamenten zur Heilung hat die allgemeine Auffassung menschlicher Überlegenheit und Hoheit über die Geschicke und Wege dieser Welt entlarvt. Den Politikern und Sachverständigen sind nur noch die Mittel der Restriktion, der Einschränkung von Bewegung und Kontakt geblieben. Damit geht einher die Aufhebung der Grundwerte und Menschenrechte einer demokratischen Verfassung. Interessant ist hier zu beobachten, was geschlossen wird und was offen bleibt: Die Konsumtempel sind begehbar. Der Gottesdienstraum wird geschlossen. Was da an kommerziellen und kapitalistischen Motiven und Interessen zu Tage tritt, offenbart gleichermaßen eine weitgehende atheistische Grundstruktur unserer modernen Gesellschaft. Selbst Kirchenleitungen verhindern mit dem Hinweis auf das Gebot der Nächstenliebe öffentliche Gottesdienste; des Heiligen Benedikt Weisung "Operi Deo nil praeponendum! – Dem Lob Gottes ist nichts vorzuziehen!“ scheint vergessen und damit das Gebot der Liebe zu Gott. Wo bleibt das Vertrauen des wahrhaft Gottgläubigen, wie es sich im Psalm 91 manifestiert: „Wer im Schutz des Höchsten wohnt ..“?! Freiheit der Religion ist nicht nur eine negative Definition, deren Ausübung nicht zu behindern; sie ist – ähnlich wie Presse-, Versammlungs-, Meinungsfreiheit – eine positive Aktion, die so notwendig ist, wie der Mensch das Wasser zum Leben braucht. Die gläubige Inspiration, das Atmen der Seele, funktioniert genauso nicht medial, sondern nur real! et
 
Jesu Dornenkrone Der zum Katholizismus konvertierte und spätere Kardinal John Henry Newman (+1890) hat in seinem Buch „Über das Mysterium der Dreieinigkeit und der Menschwerdung Gottes“ auch eine tief reichende Betrachtung über die Wirklichkeit des Kreuzes geschrieben. Dass christliches Denken und Tun ähnlich jedem Gebet mit dem Kreuzzeichen beginnt, dass das Kreuz die Mitte der Religion ist, dass Jesu Königskrone aus Dornen gewunden ist, stellt menschliches Leiden und Opfer in einen ganz anderen Kontext: Die Corona Christi lässt uns Menschen allgemein an die Seite der Kranken und ihrer Helfer treten, uns mit denen in Not, Angst und Sorge Lebenden solidarisieren. Nicht der Druck auf das Gaspedal, Vergnügungssucht, die Vermehrung von Reichtum und Macht, sondern das Eingeständnis und die Sehnsucht, frei und ohne Zwänge, nur einfach gesund leben und miteinander das Leben teilen zu können, lehrt uns der Ausnahme-Zustand dieser von dem CoronaVirus diktierten Tage, Wochen, Monate, ..!? Ohne Karfreitag und Karsamstag kann es nach christlichem Glauben keinen Ostermorgen geben. Die Kreuzesnachfolge ist der Auftakt der Seligpreisungen. Die bewusst von Jesus angenommene Dornenkrone und Erhöhung am Kreuz macht die Auferstehung des Gottessohnes möglich. Es ist dann der Auferstandene mit seinen Fünf Wunden der uns den Ostergruß wünscht: “Friede sei mit euch! Empfangt den Heiligen Geist!“ Die vielen Wenn’s dieser Welt christlich zu konditionieren, mahnt uns das Lied 474 im Gotteslob und verheißt: „Jesus Christ, Feuer das die Nacht erhellt, Jesus Christ, du erneuerst unsere Welt! et
 
Ob jemand „sauber“ ist, ist mehrdeutig zu beantworten. Wie dabei das Äußere bei Körper und Kleidung frisch gewaschen erscheint, beflügelt Alltag und Feiertag. In Zeiten des Corona-Virus ist die Desinfektion existenziell notwendig, um die virale Ansteckung mittels des Kontaktes der verschmutzten Hände mit den Schleimhäuten von Mund, Nase und Augen zu verhindern. Auch im psychischen und sozialen Sinn ist Sauberkeit ein symbolisches Bild für die Wahrhaftigkeit, Vertrauenswürdigkeit und Offenheit eines Mitmenschen. Schon im Judentum, aber auch in anderen Weltreligionen spielt diese Reinheit in einem Katalog von eigenen Vorschriften und Geboten eine große Rolle und entscheidet darüber, wie nah man sich Gott und in der Beziehung zueinander fühlen darf. Im Sakrament der Taufe kommen im Christentum mit dem Übergießen des Katechumenen durch Wasser dieses Abwaschen der Erbsünde und das Herstellen der Reinen Selle sinnenfällig zum Ausdruck und begründen mit dem Ablegen des Bekenntnisses zur Trinität die Gotteskindschaft des Gläubigen.
Allerheiligen
Bei dem Neubau von Sankt Peter in Rom, der kolossalsten Kirche der Christenheit, hat, in der Folge auf die Architekten Michelangelo Buonarotti mit dem Kuppelbau und Carlo Maderno mit dem Langhaus, Pietro Bernini mit seinen viergliedrigen Kolonnaden den Akzent für den Petersplatz gesetzt. Dort, wo sich 200.000 Menschen versammeln können, sind diese umgeben von einer großen Schar von Heiligen mit ihrer spezifischen Lebensgeschichte und Vorbildfunktion. Diese 144 Figuren sind in den letzten Jahren auf Veranlassung des bereits „Santo-Subito“ Papstes Johannes Pauls II. (1978 – 2005) ergänzt worden in den noch bisher zahlreich leeren Nischen der Außen-Fassaden von San Pietro in Vaticano durch monumentale Statuen zeitgenössischer Glaubenszeugen, Männer und Frauen der jüngeren Kirchengeschichte, die als Märtyrer oder Bekenner in allen Kon-tinenten der Welt ihr Christsein mit Wort und Tat zum Ausdruck gebracht haben.
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Zeit der Wein-Ernte !
Es ist Jesus selbst, der mit seiner bildhaften Verkündigung der Frohen Botschaft von der Herrschaft Gottes, den Vergleich von sich und seiner Jüngerschaft zur Frucht des Weines herstellt: „Ich bin der wahre Weinstock, ihr seid die Reben!“ (Joh 15) Dabei geht es nicht nur um das Wachstum, sondern auch um die tiefe Verwurzelung (bis 30 Meter!); um die organische Zusammengehörigkeit der Pflanze; um ihre reiche Frucht im Bild der Trauben und um deren Kelterung zur Gewinnung und Reifung des Weines. Dessen erste Verkostung gibt endgültig Auskunft über dessen Qualität gemessen in Alkoholgrad, Zuckergehalt, Säure und Aromastoffen der jeweiligen Weinsorten und ihrer Lagen. Grundlegend für die Güte der bei der Wein-ernte eingebrachten Frucht sind äußerlicher Natur: Gab es zur rechten Zeit genügend Re-gen? Hat wärmender Sonnenschein die Trauben verwöhnt? Hat vor und zur Erntezeit trockenes Klima vorgeherrscht, so dass keine Fäulnis zu befürchten ist? Hat der „Sturm“ im Weinfass sich rechtzeitig gelegt, und eine natürliche Gärung den Traubensaft zum alkoholhaltigen Wein geklärt? „Ich will, dass ihr Frucht bringt, und dass eure Frucht bleibt!“ – mahnt bei seinen Abschiedsreden im Abendmahlsaal Jesus seine Jünger und über sie uns Christen alle, bevor er sein Vermächtnis im Zeichen des Weines zum Gedächtnis feiert: „Das ist mein Blut, das für euch und für alle vergossen wird zur Vergebung der Sünden!“ In den Wochen der Wein-Ernte wird der Gedanke des Gebetes zur Gabenbereitung deutlich, dass wir es mit der Frucht des Weinstocks und der menschlichen Arbeit zu tun haben, damit der Kelch des Heils zur Quelle ewEs ist Jesus selbst, der mit seiner bildhaften Verkündigung der Frohen Botschaft von der Herrschaft Gottes, den Vergleich von sich und seiner Jüngerschaft zur Frucht des Weines herstellt: „Ich bin der wahre Weinstock, ihr seid die Reben!“ (Joh 15) Dabei geht es nicht nur um das Wachstum, sondern auch um die tiefe Verwurzelung (bis 30 Meter!); um die organische Zusammengehörigkeit der Pflanze; um ihre reiche Frucht im Bild der Trauben und um deren Kelterung zur Gewinnung und Reifung des Weines. Dessen erste Verkostung gibt endgültig Auskunft über dessen Qualität gemessen in Alkoholgrad, Zuckergehalt, Säure und Aromastoffen der jeweiligen Weinsorten und ihrer Lagen. Grundlegend für die Güte der bei der Wein-ernte eingebrachten Frucht sind äußerlicher Natur: Gab es zur rechten Zeit genügend Re-gen? Hat wärmender Sonnenschein die Trauben verwöhnt? Hat vor und zur Erntezeit trockenes Klima vorgeherrscht, so dass keine Fäulnis zu befürchten ist? Hat der „Sturm“ im Weinfass sich rechtzeitig gelegt, und eine natürliche Gärung den Traubensaft zum alkoholhaltigen Wein geklärt? „Ich will, dass ihr Frucht bringt, und dass eure Frucht bleibt!“ – mahnt bei seinen Abschiedsreden im Abendmahlsaal Jesus seine Jünger und über sie uns Christen alle, bevor er sein Vermächtnis im Zeichen des Weines zum Gedächtnis feiert: „Das ist mein Blut, das für euch und für alle vergossen wird zur Vergebung der Sünden!“ In den Wochen der Wein-Ernte wird der Gedanke des Gebetes zur Gabenbereitung deutlich, dass wir es mit der Frucht des Weinstocks und der menschlichen Arbeit zu tun haben, damit der Kelch des Heils zur Quelle ewiger Freude wird! iger Freude wird!
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Mindestabstand
- ist eine beherrschende Vokabel in Corona-Zeiten geworden und heißt konkret, sich 1,50 Meter vom anderen entfernt zu halten. Diese sprichwörtlich gesunde Distanz zu wahren, ist auch bei anderen Lebenslagen und Verhaltensweisen nötig: Im Straßenver-kehr nicht zu nah aufzufahren und den Bremsweg einhalten zu können; die Vertrau-lichkeit am Bankschalter für den Kunden, der vor einem bedient wird, herzustellen; die „Vorsicht vor dem bissigen Hund“ zu prakti-zieren u.a. mehr, lässt ungesunde Nähe ge-fährlich und riskant erscheinen. Im mentalen und psychischen Sinn ist der Mindestab-stand zu begreifen als notwendige Diskreti-on gegenüber Personen und Sachverhalten, wo „Reden Silber und Schweigen Gold“ dar-stellt. Die Verschwiegenheit in wichtigen Ge-schäften und Plänen lässt Abstand nehmen von einer kontraproduktiven Publizität und Zurschaustellung. Auch für die seelische Ge-sundheit ist solcher Abstand so wichtig: Dass man nicht alles 100%-ig nimmt und die Gelassenheit des „Weniger ist Mehr“ im Ig-natianischen Geist der Indifferenz übt! Dass Total-Identifizierung selten gut getan hat, und man den Vergleich nicht scheut! Dass ein gesundes Schamgefühl einer Beziehung und Partnerschaft eher hilft als eine zu frühe und ungehemmte Intimität! – Solche Einsicht ist natürlich nicht mit nur 1,50 Meter vonei-nander Wegbleiben getan. Gerade auch beim christlichen Gebot der Nächsten-Liebe bedarf es der inneren und geistigen Distanz, um Kontrollverlust und Oberflächlichkeit zu ver-meiden oder sich nicht aus der persönlichen Betroffenheit und Aktivität zu verabschie-den: Entscheidend für die Produktivität und Solidarität jedes einzelnen! et
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"Reif für die Ernte"
„An Peter und Paul, da wird dem Korn die Wurzel faul!“ Mit ausgerechnet dem Abster-ben und damit dem Ende von Vitalität be-ginnt auf den Äckern und in den Gärten bei den Pflanzen der Prozess des Reifens und Fruchttragens. Die Getreidefelder erstrahlen in Sonnengelb. Die Hülsenfrüchte präsentie-ren sich prall. Kraut, Rüben und Bohnen wetteifern um ihre runde Frucht. Obst und Beeren lassen Bäume und Sträucher schwer tragen. Die sommerliche Zeit der Ernte bricht an und verlangt von Landwirten, Winzern und Gärtnern viel Zeit und Mühe. Gerade in diesem Corona-Jahr wird uns Menschen einmal wieder bewusst, dass solches Reifen nicht selbstverständlich ist. Es braucht nicht nur die klimatischen, atmosphärischen und organisatorischen Bedingungen, damit keine Schädigung im Ertrag eintritt. Es bedarf der Einsicht, dass diese unsere konkrete Le-benswelt mit ihren Organismen und Abläu-fen ein riesiges Mysterium einer Schöp-fungswelt darstellt, die durch virale Infektio-nen und unnatürliche Störungen sehr schnell aus dem Lot geraten kann. Was für die Agrarwirtschaft gilt, das gilt auch für den Kosmos persönlicher und ge-sellschaftlicher Wirklichkeit. Wie sieht es mit dem Reifen in den verschiedenen Lebens-phasen und Generationen aus?! Wird und ist jemand fruchtbar in seiner ganz konkreten Lebens- und Arbeitswelt? Oder entwickelt er sich zunehmend zum Störfaktor gegenüber seinen Mitmenschen? Ist da jemand ein Gut-bürger oder Wutbürger – als Querulant und Denunziant?! Reif für die Ernte werden, bedeutet aber auch einzusehen, dass das Vorwärts des Gemeinwohls nur durch ein Rückwärts des eigenen Ich gelingt! et
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Kirche im Dorf lassen
Gerade in südlichen Ländern erkennt der Besucher einer Ortschaft nicht nur an der Schönheit, sondern gerade auch an der Größe eines Gotteshauses, wie wichtig den Einwohnern ihre Kirche ist. In Corona-Zeiten ist ein solch geweitetes Volumen an Fläche und Höhe des Raumes von Segen, um den Regelabstand von 1,5m einhalten und so als Gemeinde die Heilige Liturgie feiern zu können. Dabei wird den Menschen und Christen, die dort daheim sind, sehr deutlich, dass sie hier ihre Wohn- und Arbeitswelt haben und zugleich noch mehr ihr religiöses Zuhause mit der Kirche vor Ort besitzen. Dass sie mit ihrem Pastor und Seelsorger Gottesdienst in diesem von ihnen errichteten und gestalteten Sakralraum feiern und die einzelnen Lebensstationen zelebrieren kön-nen, ist für die Definition von Identität und Lebensgefühl von nachhaltiger Bedeutung. Der Rückzug der Kirche vor Ort ist daher unbedingt zu verhindern. Gerade in der aktuellen Erfahrung von Fragen, Sorgen, Stimmun-gen und Bewertungen von existenzieller Natur, steht die junge Generation mit ihren Perspektiven und Anliegen vor dem Horizont einer neuen Epoche, die die der Moderne des Größer, Weiter, Mehr und Schneller ablöst und angesichts der zukünftigen Restriktionen wieder nach mehr Spiritualität ruft. Die Rückkehr zu einer Mentalität, als Menschen alles im Griff zu haben, wird für ein sinner-fülltes Leben, keine Option darstellen. In dieser Stunde der Kirche vor Ort entschei-den sich auch Geistliche Berufungen, um sich von Christus an die Hand nehmen zu lassen und sich dem göttlichen Geist zu öffnen. Den Anspruch der Erlösung von Sünde und Tod zum eigenen Lebensmotiv zu ma-chen und für die Menschen da zu sein, ist echte Christusnachfolge! et
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Flugroute
Der Flugverkehr ist in Corona-Zeiten, was die Passagiertransfers angeht, auf 1% des noch vor einem Vierteljahr üblichen Kontingents abgesunken, so dass man den vereinzelt am Himmel kreuzenden Flugzeugen wieder nachblickt und sich neugierig nach deren Start- und Zielorten fragt. Deren Flugroute zu planen, zu berechnen und frei zu geben, ist ein kompliziertes Geschäft zwischen dem Tower-Personal an den Flughäfen, den Radarstationen der verschiedenen Nationen und Regionen und den Piloten der Flugzeuge selbst. Da sind spezifisch Wetterbedingungen, Position, Höhe, Geschwindigkeit, Flugzeit, Kerosinverbrauch, voraussichtliche Ankunft und Wartung am Zielort sowie vieles andere mehr zu berücksichtigen und kontrolliert umzusetzen. Die Flugroute ist in diesen Krisenzeiten ein nachhaltiges Symbol der Verantwortlichen in Staat, Wirtschaft, Gesellschaft, Gesundheitswesen und auch Kirche, wo man oftmals nicht genau weiß, wohin die Reise geht, und wo man alles daran setzt, den Absturz zu verhindern. Da wird das Miteinander der verschiedenen Administrationen und Institutionen wichtiger; deren intensive Kommunikation ist entscheidend für die Flugdaten, um die anvertrauten Passagiere sicher landen zu können. Für uns Christen bedeutet dieses Unterfangen auch eine sog. „Communicatio in sacris“, ein Austausch mittels der Sakramente. Denn wir sollten nie außer Acht lassen, dass wir Menschen – bei allen Erfolgen und Nöten, bei aller Freud und allem Leid – eine ewige Berufung haben und unser eigentliches Ziel himmelweit ist. Darauf unser seelisches Radar einzurichten, ist in diesen schwierigen Zeiten ein Kompass, der uns aus einer Welt der Angst befreit. et
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Religionsfreiheit
Die weltweite Ohnmacht gegenüber der Corona-Pandemie führt zu nachhaltigen Eingriffen in die Freiheitsrechte der Menschen. Das Fehlen von Impfstoffen zur Prävention und von Medikamenten zur Heilung hat die allgemeine Auffassung menschlicher Überlegenheit und Hoheit über die Geschicke und Wege dieser Welt entlarvt. Den Politikern und Sachverständigen sind nur noch die Mittel der Restriktion, der Einschränkung von Bewegung und Kontakt geblieben. Damit geht einher die Aufhebung der Grundwerte und Menschenrechte einer demokratischen Verfassung. Interessant ist hier zu beobachten, was geschlossen wird und was offen bleibt: Die Konsumtempel sind begehbar. Der Gottesdienstraum wird geschlossen. Was da an kommerziellen und kapitalistischen Motiven und Interessen zu Tage tritt, offenbart gleichermaßen eine weitgehende atheistische Grundstruktur unserer modernen Gesellschaft. Selbst Kirchenleitungen verhindern mit dem Hinweis auf das Gebot der Nächstenliebe öffentliche Gottesdienste; des Heiligen Benedikt Weisung "Operi Deo nil praeponendum! – Dem Lob Gottes ist nichts vorzuziehen!“ scheint vergessen und damit das Gebot der Liebe zu Gott. Wo bleibt das Vertrauen des wahrhaft Gottgläubigen, wie es sich im Psalm 91 manifestiert: „Wer im Schutz des Höchsten wohnt ..“?! Freiheit der Religion ist nicht nur eine negative Definition, deren Ausübung nicht zu behindern; sie ist – ähnlich wie Presse-, Versammlungs-, Meinungsfreiheit – eine positive Aktion, die so notwendig ist, wie der Mensch das Wasser zum Leben braucht. Die gläubige Inspiration, das Atmen der Seele, funktioniert genauso nicht medial, sondern nur real! et
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Dornenkrone
Jesu Dornenkrone Der zum Katholizismus konvertierte und spätere Kardinal John Henry Newman (+1890) hat in seinem Buch „Über das Mysterium der Dreieinigkeit und der Menschwerdung Gottes“ auch eine tief reichende Betrachtung über die Wirklichkeit des Kreuzes geschrieben. Dass christliches Denken und Tun ähnlich jedem Gebet mit dem Kreuzzeichen beginnt, dass das Kreuz die Mitte der Religion ist, dass Jesu Königskrone aus Dornen gewunden ist, stellt menschliches Leiden und Opfer in einen ganz anderen Kontext: Die Corona Christi lässt uns Menschen allgemein an die Seite der Kranken und ihrer Helfer treten, uns mit denen in Not, Angst und Sorge Lebenden solidarisieren. Nicht der Druck auf das Gaspedal, Vergnügungssucht, die Vermehrung von Reichtum und Macht, sondern das Eingeständnis und die Sehnsucht, frei und ohne Zwänge, nur einfach gesund leben und miteinander das Leben teilen zu können, lehrt uns der Ausnahme-Zustand dieser von dem CoronaVirus diktierten Tage, Wochen, Monate, ..!? Ohne Karfreitag und Karsamstag kann es nach christlichem Glauben keinen Ostermorgen geben. Die Kreuzesnachfolge ist der Auftakt der Seligpreisungen. Die bewusst von Jesus angenommene Dornenkrone und Erhöhung am Kreuz macht die Auferstehung des Gottessohnes möglich. Es ist dann der Auferstandene mit seinen Fünf Wunden der uns den Ostergruß wünscht: “Friede sei mit euch! Empfangt den Heiligen Geist!“ Die vielen Wenn’s dieser Welt christlich zu konditionieren, mahnt uns das Lied 474 im Gotteslob und verheißt: „Jesus Christ, Feuer das die Nacht erhellt, Jesus Christ, du erneuerst unsere Welt! et
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Reinheitsgebote
Ob jemand „sauber“ ist, ist mehrdeutig zu beantworten. Wie dabei das Äußere bei Körper und Kleidung frisch gewaschen erscheint, beflügelt Alltag und Feiertag. In Zeiten des Corona-Virus ist die Desinfektion existenziell notwendig, um die virale Ansteckung mittels des Kontaktes der verschmutzten Hände mit den Schleimhäuten von Mund, Nase und Augen zu verhindern. Auch im psychischen und sozialen Sinn ist Sauberkeit ein symbolisches Bild für die Wahrhaftigkeit, Vertrauenswürdigkeit und Offenheit eines Mitmenschen. Schon im Judentum, aber auch in anderen Weltreligionen spielt diese Reinheit in einem Katalog von eigenen Vorschriften und Geboten eine große Rolle und entscheidet darüber, wie nah man sich Gott und in der Beziehung zueinander fühlen darf. Im Sakrament der Taufe kommen im Christentum mit dem Übergießen des Katechumenen durch Wasser dieses Abwaschen der Erbsünde und das Herstellen der Reinen Selle sinnenfällig zum Ausdruck und begründen mit dem Ablegen des Bekenntnisses zur Trinität die Gotteskindschaft des Gläubigen.
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Pfarrgemeinde St. Elisabeth Lehnerz

mit Dietershan und Bernhards


Steinauer Str. 4

36039 Fulda

 




Tel.: 0661-65270

Fax: 0661-69777

 
 


© Katholische Kirche Fulda Lehnerz

 

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