Liebe Pfarreimitglieder

und Gottesdienstbesucher!

Sommer-Ferien und -Urlaub 2020
Wer will schon heuer in die Ferne reisen? Aber nur Balkonien?! Für diejenigen, die ihr Zuhause zum Tusculum machen, kann das ja auch der Startpunkt für Ausflüge in unsere schöne Heimat sein: In die Rhön mit ihrer Kuppenwelt, in die Weinregion Frankens, nach Waldhessen zwischen Fritzlar und Korbach, … - Überall überrascht die Natur mit Schönheiten, zeugt die Geschichte mit Bau- und Kunstwerken von einer reichen Kultur. Aber ebenso geistig und geistlich Rekreation zu suchen, ist in diesem Ausnahmejahr eine Herausforderung: Der Besuch von Gottesdienst und Kirche unter der Woche, die Lektüre eines Buches, die Besichtigung eines Museums, … - Und vielleicht heißt es ja dann im Nachhinein: 2020 war für uns der Sommer !!

 
+++ Messe bestellen? Persönlich im Pfarrbüro oder mittels Formularen, die in unseren Kirchen ausliegen! +++
 
 
Auszug aus der aktuellen Gottesdienstordnung

"Reif für die Ernte !“

"Auszug aus der aktuellen Gottesdienstordnung "


„An Peter und Paul, da wird dem Korn die Wurzel faul!“ Mit ausgerechnet dem Absterben und damit de m Ende von Vitalität beginnt auf den Äckern und in den Gärten bei den Pflanzen der Prozess des Reifens und Fruchttragens. Die Getreidefelder erstrahlen in Sonnengelb. Die Hülsenf rüchte präsentieren sich prall. Kraut, Rüben und Bohnen wetteifern um ihre runde Frucht. Obst und Beeren lassen Bäume und Sträucher schwer tragen.

 
 
Impuls auf unserer Kinderseite

Magische Unterwasserleuchte

 "Urlaubsfeeling aus dem Glas"


Schön, dass ihr zu uns auf die Kinderseite gefunden habt.


Dieses mal beschäftigen wir uns mit dem Thema SOMMER und URLAUB. Wenn du nicht genau weißt was du mit dem Thema in Verbindung bringen sollst, dann liest dir dein Papa, deine Mama oder deine Großeltern, vielleicht auch deine größeren Geschwister, bestimmt die Erkärung zu den Bildern vor. Viel Freude damit!

 
 
Gemeinsam für uns ALLE

Anti-Corona-Hinweise zum Kirchbesuch

"Von der Gemeinde für die Gemeinde"


Der 1,5m-Abstand ist im Umkreis einzuhalten zu+in+aus der Kirche; Familien können sich zusammensetzen. – Für die Dokumentation der Kontaktdaten liegen Listen und Formulare aus. – Bei infektiöser Erkrankung: Kein Kirchbesuch! – Keine Ausleihe der gemeindlichen Gesangbücher wegen Infektionsgefahr. – Kein normaler Gemeindegesang möglich!

 
 

Sommer - Ferien und - Urlaub 2020


Wer will schon heuer in die Ferne reisen? Aber nur Balkonien?! Für diejenigen, die ihr Zuhause zum Tusculum machen, kann das ja auch der Startpunkt für Ausflüge in unsere schöne Heimat sein: In die Rhön mit ihrer Kuppenwelt, in die Weinregion Frankens, nach Waldhessen zwischen Fritzlar und Korbach, … - Überall überrascht die Natur mit Schönheiten, zeugt die Geschichte mit Bau- und Kunstwerken von einer reichen Kultur. Aber ebenso geistig und geistlich Rekreation zu suchen, ist in diesem Ausnahmejahr eine Herausforderung: Der Besuch von Gottesdienst und Kirche unter der Woche, die Lektüre eines Buches, die Besichtigung eines Museums, … - Und vielleicht heißt es ja dann im Nachhinein: 2020 war für uns der Sommer !!


 
 
 
 
 
Die weltweite Ohnmacht gegenüber der Corona-Pandemie führt zu nachhaltigen Eingriffen in die Freiheitsrechte der Menschen. Das Fehlen von Impfstoffen zur Prävention und von Medikamenten zur Heilung hat die allgemeine Auffassung menschlicher Überlegenheit und Hoheit über die Geschicke und Wege dieser Welt entlarvt. Den Politikern und Sachverständigen sind nur noch die Mittel der Restriktion, der Einschränkung von Bewegung und Kontakt geblieben. Damit geht einher die Aufhebung der Grundwerte und Menschenrechte einer demokratischen Verfassung. Interessant ist hier zu beobachten, was geschlossen wird und was offen bleibt: Die Konsumtempel sind begehbar. Der Gottesdienstraum wird geschlossen. Was da an kommerziellen und kapitalistischen Motiven und Interessen zu Tage tritt, offenbart gleichermaßen eine weitgehende atheistische Grundstruktur unserer modernen Gesellschaft. Selbst Kirchenleitungen verhindern mit dem Hinweis auf das Gebot der Nächstenliebe öffentliche Gottesdienste; des Heiligen Benedikt Weisung "Operi Deo nil praeponendum! – Dem Lob Gottes ist nichts vorzuziehen!“ scheint vergessen und damit das Gebot der Liebe zu Gott. Wo bleibt das Vertrauen des wahrhaft Gottgläubigen, wie es sich im Psalm 91 manifestiert: „Wer im Schutz des Höchsten wohnt ..“?! Freiheit der Religion ist nicht nur eine negative Definition, deren Ausübung nicht zu behindern; sie ist – ähnlich wie Presse-, Versammlungs-, Meinungsfreiheit – eine positive Aktion, die so notwendig ist, wie der Mensch das Wasser zum Leben braucht. Die gläubige Inspiration, das Atmen der Seele, funktioniert genauso nicht medial, sondern nur real! et
 
Ob jemand „sauber“ ist, ist mehrdeutig zu beantworten. Wie dabei das Äußere bei Körper und Kleidung frisch gewaschen erscheint, beflügelt Alltag und Feiertag. In Zeiten des Corona-Virus ist die Desinfektion existenziell notwendig, um die virale Ansteckung mittels des Kontaktes der verschmutzten Hände mit den Schleimhäuten von Mund, Nase und Augen zu verhindern. Auch im psychischen und sozialen Sinn ist Sauberkeit ein symbolisches Bild für die Wahrhaftigkeit, Vertrauenswürdigkeit und Offenheit eines Mitmenschen. Schon im Judentum, aber auch in anderen Weltreligionen spielt diese Reinheit in einem Katalog von eigenen Vorschriften und Geboten eine große Rolle und entscheidet darüber, wie nah man sich Gott und in der Beziehung zueinander fühlen darf. Im Sakrament der Taufe kommen im Christentum mit dem Übergießen des Katechumenen durch Wasser dieses Abwaschen der Erbsünde und das Herstellen der Reinen Selle sinnenfällig zum Ausdruck und begründen mit dem Ablegen des Bekenntnisses zur Trinität die Gotteskindschaft des Gläubigen.
 
Gerade in südlichen Ländern erkennt der Besucher einer Ortschaft nicht nur an der Schönheit, sondern gerade auch an der Größe eines Gotteshauses, wie wichtig den Einwohnern ihre Kirche ist. In Corona-Zeiten ist ein solch geweitetes Volumen an Fläche und Höhe des Raumes von Segen, um den Regelabstand von 1,5m einhalten und so als Gemeinde die Heilige Liturgie feiern zu können. Dabei wird den Menschen und Christen, die dort daheim sind, sehr deutlich, dass sie hier ihre Wohn- und Arbeitswelt haben und zugleich noch mehr ihr religiöses Zuhause mit der Kirche vor Ort besitzen. Dass sie mit ihrem Pastor und Seelsorger Gottesdienst in diesem von ihnen errichteten und gestalteten Sakralraum feiern und die einzelnen Lebensstationen zelebrieren kön-nen, ist für die Definition von Identität und Lebensgefühl von nachhaltiger Bedeutung. Der Rückzug der Kirche vor Ort ist daher unbedingt zu verhindern. Gerade in der aktuellen Erfahrung von Fragen, Sorgen, Stimmun-gen und Bewertungen von existenzieller Natur, steht die junge Generation mit ihren Perspektiven und Anliegen vor dem Horizont einer neuen Epoche, die die der Moderne des Größer, Weiter, Mehr und Schneller ablöst und angesichts der zukünftigen Restriktionen wieder nach mehr Spiritualität ruft. Die Rückkehr zu einer Mentalität, als Menschen alles im Griff zu haben, wird für ein sinner-fülltes Leben, keine Option darstellen. In dieser Stunde der Kirche vor Ort entschei-den sich auch Geistliche Berufungen, um sich von Christus an die Hand nehmen zu lassen und sich dem göttlichen Geist zu öffnen. Den Anspruch der Erlösung von Sünde und Tod zum eigenen Lebensmotiv zu ma-chen und für die Menschen da zu sein, ist echte Christusnachfolge! et
 
Der Flugverkehr ist in Corona-Zeiten, was die Passagiertransfers angeht, auf 1% des noch vor einem Vierteljahr üblichen Kontingents abgesunken, so dass man den vereinzelt am Himmel kreuzenden Flugzeugen wieder nachblickt und sich neugierig nach deren Start- und Zielorten fragt. Deren Flugroute zu planen, zu berechnen und frei zu geben, ist ein kompliziertes Geschäft zwischen dem Tower-Personal an den Flughäfen, den Radarstationen der verschiedenen Nationen und Regionen und den Piloten der Flugzeuge selbst. Da sind spezifisch Wetterbedingungen, Position, Höhe, Geschwindigkeit, Flugzeit, Kerosinverbrauch, voraussichtliche Ankunft und Wartung am Zielort sowie vieles andere mehr zu berücksichtigen und kontrolliert umzusetzen. Die Flugroute ist in diesen Krisenzeiten ein nachhaltiges Symbol der Verantwortlichen in Staat, Wirtschaft, Gesellschaft, Gesundheitswesen und auch Kirche, wo man oftmals nicht genau weiß, wohin die Reise geht, und wo man alles daran setzt, den Absturz zu verhindern. Da wird das Miteinander der verschiedenen Administrationen und Institutionen wichtiger; deren intensive Kommunikation ist entscheidend für die Flugdaten, um die anvertrauten Passagiere sicher landen zu können. Für uns Christen bedeutet dieses Unterfangen auch eine sog. „Communicatio in sacris“, ein Austausch mittels der Sakramente. Denn wir sollten nie außer Acht lassen, dass wir Menschen – bei allen Erfolgen und Nöten, bei aller Freud und allem Leid – eine ewige Berufung haben und unser eigentliches Ziel himmelweit ist. Darauf unser seelisches Radar einzurichten, ist in diesen schwierigen Zeiten ein Kompass, der uns aus einer Welt der Angst befreit. et
 
Jesu Dornenkrone Der zum Katholizismus konvertierte und spätere Kardinal John Henry Newman (+1890) hat in seinem Buch „Über das Mysterium der Dreieinigkeit und der Menschwerdung Gottes“ auch eine tief reichende Betrachtung über die Wirklichkeit des Kreuzes geschrieben. Dass christliches Denken und Tun ähnlich jedem Gebet mit dem Kreuzzeichen beginnt, dass das Kreuz die Mitte der Religion ist, dass Jesu Königskrone aus Dornen gewunden ist, stellt menschliches Leiden und Opfer in einen ganz anderen Kontext: Die Corona Christi lässt uns Menschen allgemein an die Seite der Kranken und ihrer Helfer treten, uns mit denen in Not, Angst und Sorge Lebenden solidarisieren. Nicht der Druck auf das Gaspedal, Vergnügungssucht, die Vermehrung von Reichtum und Macht, sondern das Eingeständnis und die Sehnsucht, frei und ohne Zwänge, nur einfach gesund leben und miteinander das Leben teilen zu können, lehrt uns der Ausnahme-Zustand dieser von dem CoronaVirus diktierten Tage, Wochen, Monate, ..!? Ohne Karfreitag und Karsamstag kann es nach christlichem Glauben keinen Ostermorgen geben. Die Kreuzesnachfolge ist der Auftakt der Seligpreisungen. Die bewusst von Jesus angenommene Dornenkrone und Erhöhung am Kreuz macht die Auferstehung des Gottessohnes möglich. Es ist dann der Auferstandene mit seinen Fünf Wunden der uns den Ostergruß wünscht: “Friede sei mit euch! Empfangt den Heiligen Geist!“ Die vielen Wenn’s dieser Welt christlich zu konditionieren, mahnt uns das Lied 474 im Gotteslob und verheißt: „Jesus Christ, Feuer das die Nacht erhellt, Jesus Christ, du erneuerst unsere Welt! et
 
In der Liturgie der Priesterweihe spricht bei der Überreichung der Hostienschale als einem ausdeutenden Ritus der Bischof zu dem Neugeweihten den inhaltsschweren Satz: „Bedenke, was du tust, ahme nach, was du vollziehst, und stelle dein Leben unter das Geheimnis des Kreuzes!“ Dieses Alleinstellungsmerkmal des Presbyteros lässt ihn ein Leben lang nicht mehr los, von der Seite Jesu zu weichen, um so seinen spezifischen Weg zum Himmel zu gehen, was in der griechischen Sprache des Neuen Testaments „zöli–batein“ heißt.
 
„An Peter und Paul, da wird dem Korn die Wurzel faul!“ Mit ausgerechnet dem Abster-ben und damit dem Ende von Vitalität be-ginnt auf den Äckern und in den Gärten bei den Pflanzen der Prozess des Reifens und Fruchttragens. Die Getreidefelder erstrahlen in Sonnengelb. Die Hülsenfrüchte präsentie-ren sich prall. Kraut, Rüben und Bohnen wetteifern um ihre runde Frucht. Obst und Beeren lassen Bäume und Sträucher schwer tragen. Die sommerliche Zeit der Ernte bricht an und verlangt von Landwirten, Winzern und Gärtnern viel Zeit und Mühe. Gerade in diesem Corona-Jahr wird uns Menschen einmal wieder bewusst, dass solches Reifen nicht selbstverständlich ist. Es braucht nicht nur die klimatischen, atmosphärischen und organisatorischen Bedingungen, damit keine Schädigung im Ertrag eintritt. Es bedarf der Einsicht, dass diese unsere konkrete Le-benswelt mit ihren Organismen und Abläu-fen ein riesiges Mysterium einer Schöp-fungswelt darstellt, die durch virale Infektio-nen und unnatürliche Störungen sehr schnell aus dem Lot geraten kann. Was für die Agrarwirtschaft gilt, das gilt auch für den Kosmos persönlicher und ge-sellschaftlicher Wirklichkeit. Wie sieht es mit dem Reifen in den verschiedenen Lebens-phasen und Generationen aus?! Wird und ist jemand fruchtbar in seiner ganz konkreten Lebens- und Arbeitswelt? Oder entwickelt er sich zunehmend zum Störfaktor gegenüber seinen Mitmenschen? Ist da jemand ein Gut-bürger oder Wutbürger – als Querulant und Denunziant?! Reif für die Ernte werden, bedeutet aber auch einzusehen, dass das Vorwärts des Gemeinwohls nur durch ein Rückwärts des eigenen Ich gelingt! et
Religionsfreiheit
Die weltweite Ohnmacht gegenüber der Corona-Pandemie führt zu nachhaltigen Eingriffen in die Freiheitsrechte der Menschen. Das Fehlen von Impfstoffen zur Prävention und von Medikamenten zur Heilung hat die allgemeine Auffassung menschlicher Überlegenheit und Hoheit über die Geschicke und Wege dieser Welt entlarvt. Den Politikern und Sachverständigen sind nur noch die Mittel der Restriktion, der Einschränkung von Bewegung und Kontakt geblieben. Damit geht einher die Aufhebung der Grundwerte und Menschenrechte einer demokratischen Verfassung. Interessant ist hier zu beobachten, was geschlossen wird und was offen bleibt: Die Konsumtempel sind begehbar. Der Gottesdienstraum wird geschlossen. Was da an kommerziellen und kapitalistischen Motiven und Interessen zu Tage tritt, offenbart gleichermaßen eine weitgehende atheistische Grundstruktur unserer modernen Gesellschaft. Selbst Kirchenleitungen verhindern mit dem Hinweis auf das Gebot der Nächstenliebe öffentliche Gottesdienste; des Heiligen Benedikt Weisung "Operi Deo nil praeponendum! – Dem Lob Gottes ist nichts vorzuziehen!“ scheint vergessen und damit das Gebot der Liebe zu Gott. Wo bleibt das Vertrauen des wahrhaft Gottgläubigen, wie es sich im Psalm 91 manifestiert: „Wer im Schutz des Höchsten wohnt ..“?! Freiheit der Religion ist nicht nur eine negative Definition, deren Ausübung nicht zu behindern; sie ist – ähnlich wie Presse-, Versammlungs-, Meinungsfreiheit – eine positive Aktion, die so notwendig ist, wie der Mensch das Wasser zum Leben braucht. Die gläubige Inspiration, das Atmen der Seele, funktioniert genauso nicht medial, sondern nur real! et
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Reinheitsgebote
Ob jemand „sauber“ ist, ist mehrdeutig zu beantworten. Wie dabei das Äußere bei Körper und Kleidung frisch gewaschen erscheint, beflügelt Alltag und Feiertag. In Zeiten des Corona-Virus ist die Desinfektion existenziell notwendig, um die virale Ansteckung mittels des Kontaktes der verschmutzten Hände mit den Schleimhäuten von Mund, Nase und Augen zu verhindern. Auch im psychischen und sozialen Sinn ist Sauberkeit ein symbolisches Bild für die Wahrhaftigkeit, Vertrauenswürdigkeit und Offenheit eines Mitmenschen. Schon im Judentum, aber auch in anderen Weltreligionen spielt diese Reinheit in einem Katalog von eigenen Vorschriften und Geboten eine große Rolle und entscheidet darüber, wie nah man sich Gott und in der Beziehung zueinander fühlen darf. Im Sakrament der Taufe kommen im Christentum mit dem Übergießen des Katechumenen durch Wasser dieses Abwaschen der Erbsünde und das Herstellen der Reinen Selle sinnenfällig zum Ausdruck und begründen mit dem Ablegen des Bekenntnisses zur Trinität die Gotteskindschaft des Gläubigen.
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Kirche im Dorf lassen
Gerade in südlichen Ländern erkennt der Besucher einer Ortschaft nicht nur an der Schönheit, sondern gerade auch an der Größe eines Gotteshauses, wie wichtig den Einwohnern ihre Kirche ist. In Corona-Zeiten ist ein solch geweitetes Volumen an Fläche und Höhe des Raumes von Segen, um den Regelabstand von 1,5m einhalten und so als Gemeinde die Heilige Liturgie feiern zu können. Dabei wird den Menschen und Christen, die dort daheim sind, sehr deutlich, dass sie hier ihre Wohn- und Arbeitswelt haben und zugleich noch mehr ihr religiöses Zuhause mit der Kirche vor Ort besitzen. Dass sie mit ihrem Pastor und Seelsorger Gottesdienst in diesem von ihnen errichteten und gestalteten Sakralraum feiern und die einzelnen Lebensstationen zelebrieren kön-nen, ist für die Definition von Identität und Lebensgefühl von nachhaltiger Bedeutung. Der Rückzug der Kirche vor Ort ist daher unbedingt zu verhindern. Gerade in der aktuellen Erfahrung von Fragen, Sorgen, Stimmun-gen und Bewertungen von existenzieller Natur, steht die junge Generation mit ihren Perspektiven und Anliegen vor dem Horizont einer neuen Epoche, die die der Moderne des Größer, Weiter, Mehr und Schneller ablöst und angesichts der zukünftigen Restriktionen wieder nach mehr Spiritualität ruft. Die Rückkehr zu einer Mentalität, als Menschen alles im Griff zu haben, wird für ein sinner-fülltes Leben, keine Option darstellen. In dieser Stunde der Kirche vor Ort entschei-den sich auch Geistliche Berufungen, um sich von Christus an die Hand nehmen zu lassen und sich dem göttlichen Geist zu öffnen. Den Anspruch der Erlösung von Sünde und Tod zum eigenen Lebensmotiv zu ma-chen und für die Menschen da zu sein, ist echte Christusnachfolge! et
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Flugroute
Der Flugverkehr ist in Corona-Zeiten, was die Passagiertransfers angeht, auf 1% des noch vor einem Vierteljahr üblichen Kontingents abgesunken, so dass man den vereinzelt am Himmel kreuzenden Flugzeugen wieder nachblickt und sich neugierig nach deren Start- und Zielorten fragt. Deren Flugroute zu planen, zu berechnen und frei zu geben, ist ein kompliziertes Geschäft zwischen dem Tower-Personal an den Flughäfen, den Radarstationen der verschiedenen Nationen und Regionen und den Piloten der Flugzeuge selbst. Da sind spezifisch Wetterbedingungen, Position, Höhe, Geschwindigkeit, Flugzeit, Kerosinverbrauch, voraussichtliche Ankunft und Wartung am Zielort sowie vieles andere mehr zu berücksichtigen und kontrolliert umzusetzen. Die Flugroute ist in diesen Krisenzeiten ein nachhaltiges Symbol der Verantwortlichen in Staat, Wirtschaft, Gesellschaft, Gesundheitswesen und auch Kirche, wo man oftmals nicht genau weiß, wohin die Reise geht, und wo man alles daran setzt, den Absturz zu verhindern. Da wird das Miteinander der verschiedenen Administrationen und Institutionen wichtiger; deren intensive Kommunikation ist entscheidend für die Flugdaten, um die anvertrauten Passagiere sicher landen zu können. Für uns Christen bedeutet dieses Unterfangen auch eine sog. „Communicatio in sacris“, ein Austausch mittels der Sakramente. Denn wir sollten nie außer Acht lassen, dass wir Menschen – bei allen Erfolgen und Nöten, bei aller Freud und allem Leid – eine ewige Berufung haben und unser eigentliches Ziel himmelweit ist. Darauf unser seelisches Radar einzurichten, ist in diesen schwierigen Zeiten ein Kompass, der uns aus einer Welt der Angst befreit. et
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Dornenkrone
Jesu Dornenkrone Der zum Katholizismus konvertierte und spätere Kardinal John Henry Newman (+1890) hat in seinem Buch „Über das Mysterium der Dreieinigkeit und der Menschwerdung Gottes“ auch eine tief reichende Betrachtung über die Wirklichkeit des Kreuzes geschrieben. Dass christliches Denken und Tun ähnlich jedem Gebet mit dem Kreuzzeichen beginnt, dass das Kreuz die Mitte der Religion ist, dass Jesu Königskrone aus Dornen gewunden ist, stellt menschliches Leiden und Opfer in einen ganz anderen Kontext: Die Corona Christi lässt uns Menschen allgemein an die Seite der Kranken und ihrer Helfer treten, uns mit denen in Not, Angst und Sorge Lebenden solidarisieren. Nicht der Druck auf das Gaspedal, Vergnügungssucht, die Vermehrung von Reichtum und Macht, sondern das Eingeständnis und die Sehnsucht, frei und ohne Zwänge, nur einfach gesund leben und miteinander das Leben teilen zu können, lehrt uns der Ausnahme-Zustand dieser von dem CoronaVirus diktierten Tage, Wochen, Monate, ..!? Ohne Karfreitag und Karsamstag kann es nach christlichem Glauben keinen Ostermorgen geben. Die Kreuzesnachfolge ist der Auftakt der Seligpreisungen. Die bewusst von Jesus angenommene Dornenkrone und Erhöhung am Kreuz macht die Auferstehung des Gottessohnes möglich. Es ist dann der Auferstandene mit seinen Fünf Wunden der uns den Ostergruß wünscht: “Friede sei mit euch! Empfangt den Heiligen Geist!“ Die vielen Wenn’s dieser Welt christlich zu konditionieren, mahnt uns das Lied 474 im Gotteslob und verheißt: „Jesus Christ, Feuer das die Nacht erhellt, Jesus Christ, du erneuerst unsere Welt! et
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Aschenkreuz
In der Liturgie der Priesterweihe spricht bei der Überreichung der Hostienschale als einem ausdeutenden Ritus der Bischof zu dem Neugeweihten den inhaltsschweren Satz: „Bedenke, was du tust, ahme nach, was du vollziehst, und stelle dein Leben unter das Geheimnis des Kreuzes!“ Dieses Alleinstellungsmerkmal des Presbyteros lässt ihn ein Leben lang nicht mehr los, von der Seite Jesu zu weichen, um so seinen spezifischen Weg zum Himmel zu gehen, was in der griechischen Sprache des Neuen Testaments „zöli–batein“ heißt.
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"Reif für die Ernte"
„An Peter und Paul, da wird dem Korn die Wurzel faul!“ Mit ausgerechnet dem Abster-ben und damit dem Ende von Vitalität be-ginnt auf den Äckern und in den Gärten bei den Pflanzen der Prozess des Reifens und Fruchttragens. Die Getreidefelder erstrahlen in Sonnengelb. Die Hülsenfrüchte präsentie-ren sich prall. Kraut, Rüben und Bohnen wetteifern um ihre runde Frucht. Obst und Beeren lassen Bäume und Sträucher schwer tragen. Die sommerliche Zeit der Ernte bricht an und verlangt von Landwirten, Winzern und Gärtnern viel Zeit und Mühe. Gerade in diesem Corona-Jahr wird uns Menschen einmal wieder bewusst, dass solches Reifen nicht selbstverständlich ist. Es braucht nicht nur die klimatischen, atmosphärischen und organisatorischen Bedingungen, damit keine Schädigung im Ertrag eintritt. Es bedarf der Einsicht, dass diese unsere konkrete Le-benswelt mit ihren Organismen und Abläu-fen ein riesiges Mysterium einer Schöp-fungswelt darstellt, die durch virale Infektio-nen und unnatürliche Störungen sehr schnell aus dem Lot geraten kann. Was für die Agrarwirtschaft gilt, das gilt auch für den Kosmos persönlicher und ge-sellschaftlicher Wirklichkeit. Wie sieht es mit dem Reifen in den verschiedenen Lebens-phasen und Generationen aus?! Wird und ist jemand fruchtbar in seiner ganz konkreten Lebens- und Arbeitswelt? Oder entwickelt er sich zunehmend zum Störfaktor gegenüber seinen Mitmenschen? Ist da jemand ein Gut-bürger oder Wutbürger – als Querulant und Denunziant?! Reif für die Ernte werden, bedeutet aber auch einzusehen, dass das Vorwärts des Gemeinwohls nur durch ein Rückwärts des eigenen Ich gelingt! et
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Pfarrgemeinde St. Elisabeth Lehnerz

mit Dietershan und Bernhards


Steinauer Str. 4

36039 Fulda

 




Tel.: 0661-65270

Fax: 0661-69777

 
 


© Katholische Kirche Fulda Lehnerz

 

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